Suppé im Fernsehen

 

Requiem

Das Regionalpromm SWR BW des Deutschen Fernsehens sendete am Sonntag, den 27.10.2013 (an Allerheiligen) das Requiem von Franz von Suppé als Aufzeichnung aus der Kathedralkirche des ehemaligen Zisterzienserklosters Ebrach, 2012. Die Pressestelle des Senders schrieb dazu: "Dass der 'Operettenkönig' Franz von Suppé auch Komponist geistlicher Musik war, ist weitgehend unbekannt. Umso bedeutender war die Wiederaufführung seines Requiems in d-Moll für Soli, Chor und Orchester beim Klangfest Ebrach 2012. Die Philharmonia Festiva und der Philharmonische Chor München unter der Leitung von Gerd Schaller überzeugen mit einer bewegenden Interpretation des 1855 entstandenen Werks, in dem Franz von Suppé zu einer ganz eigenen romantischen Klangsprache findet. Dennoch erinnert manches an Mozart, an Rossini und an Verdi, dessen berühmte Messa da Requiem jedoch erst 19 Jahre später entstand".

Suppé schrieb dieses Requiem zum Gedenken an den am 5. August 1850 verstorbenen Direktor des Theaters an der Wien, Franz Pokorny; UA 22. November 1855 in der Piaristenkirche Wien.

Wohl aufgrund des Aufführungsortes war die Platzierung im regionalen Südwestrundfunk, Unterregion Baden-Württemberg, doch lokal sehr begrenzt. Die Sendung begann um 9.30 - für einen Allerheiligensonntag und für die Zielgruppe möglicherweise eine akzeptale Sendezeit. Wenige Wochen später wurde die Aufzeichnung nochmals im Regionalsender MDR gesendet, Sendebeginn 23.30, Aufführungsdauer 1.20 Std. Es ist kaum anzunehmen, dass damit einen nennenswerte Anzahl an Zuschauern erreicht wurde.


Da Operette im Fernsehen ohnehin eine Rarität darstellt und Suppé auf deutschen Bühnen selten präsent ist, kommt er so gut wie nie in's Fernsehen. Gelegentlich anlässlich eines Open Air Konzerts in München mal ein "Mia bella fiorentina", alle Jubeljahre beim Neujahrskonzert in Wien mal eine Ouvertüre oder auch eine während des Konzertierens beklatsche "Leichte Kavallerie" bei André Rieu, mehr ist da nicht, es sei denn, es wird einer der alten Filme gezeigt.


Suppé im Film

Operette - Film von Willy Forst aus dem Jahre 1940

Eigentlich hatte Willy Forst nach eigenen Angaben zunächst das Leben Franz von Suppés verfilmen wollen, sich dann aber während der Vorarbeiten dazu entschlossen, eine ganze Epoche darzustellen, mit dem Theaterdirektor Franz Jauner und der Schauspielerin und Theaterdirektorin Marie Geistinger im Mittelpunkt der Handlung, darum herum die Operettenkomponisten Suppé, Strauß, Millöcker und berühmte Darsteller wie Alexander Girardi, Antonie Link. Herausgekommen ist allerdings eine Schmonzette, die jedes noch so schlechte Operettenlibretto noch unterbietet. Die Operette und ihre Schöpfer spielen in diesem Film entgegen seinem Titel nur eine Statistenrolle.

Willy Forst selbst spielt den Franz Jauner, Edmund Schellhammer den Johann Strauß, Curd Jürgens den Karl Millöcker, Paul Hörbiger den Alexander Girardi und Leo Slezak den Franz von Suppé.

Wie man der Doppelabbildung entnehmen kann, hat man bei diesen Film noch Wert auf eine gewissen Ähnlichkeit zwischen Darsteller und Darzustellendem gelegt.

 

 

 


Hab ich nur deine Liebe - Film von Eduard von Borsody
aus dem Jahre 1953

Im Unterschied zum Film von 1940 behandelt dieser Film einen Teil des Lebens von Franz von Suppé, dagegen hat man aber keinen Wert mehr auf Ähnlichkeiten des Darstellers mit dem Komponisten gelegt. Beau Johannes Heesters mit Bart - das ging gar nicht! Ähnlich frei ist man auch mit der Lebensgeschichte Suppés umgegangen, da stimmt nicht sehr viel mit der Wirklichkeit überein.

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