Suppé auf You Tube

Die im Vergleich etwa zu Offenbach oder Johann Strauß etwas bescheidenere aber doch noch hohe Trefferquote für Suppé auf You Tube ist in erster Linie auf seine weltweit doch stark verbreiteten Ouvertüren zurückzuführen. Kein Blas-, Harmonika oder sonstiges nichtphilharmonische Orchester, das sich nicht an seinen Ouvertüren versucht. Dazu kommen dann noch die Clips mit den professionellen Orchestern, Schallplattenfilmchen aber auch Theateraufführungen. Vor allem letztere sind es, die hier interessant sind. Natürlich kann hier nur eine kleine Auswahl besonders origineller oder skuriller Aufzeichnungen aufgelistet werden, wobei orginell wertfei in Bezug auf Qualität zu sehen ist. Aus Platzgründen wird auf eine Einbettung der Videoclips zugunsten von einfachen Links verzichtet.

Boccaccio

Serenate II. Akt auf tschechisch (Moravian Theatre Olomouc, 2009)

Gesamtaufnahme einer Aufführung aus Wolfsburg, 1999 - (Teil 1)
Gesamtaufnahme einer Aufführung aus Wolfsburg, 1999 - (Teil 2)
Gesamtaufnahme einer Aufführung aus Wolfsburg, 1999 - (Teil 3)
Hilflos überforderte Regie - zum Abgewöhnen. Zudem schlecht gefilmt. Brauchbar nur, um sich einen Gesamteindruck der Szenenfolge zu verschaffen - wenn man's durchhält.

Bocaccio als Hosenrolle (Elisabeth Kulman) in der Volksoper Wien
Trotz großer Namen (Volksoper, Regie Helmuth Lohner, Elisabeth Kulmann) - Kostüme, Personenführung, gesanglicher Ausdruck und Marschtempo überzeugen nicht.

Boccaccio Quadrillie von Eduard Strauß.
Eduard Strauß hatte von jeder Operetten-Novität eine Quadrille für sein Strauß Orchester, das er zu diesem Zeitpunkt schon selbsständig leitete, zusammengestellt. Interessant bei dieser Quadrille ist, dass sie zum Teil Musiktitel enthält, die in heutigen Gesamtaufnahmen oder Aufführungen des Boaccaccio zumeist dem Rotstift zum Opfer fallen.


Die schöne Galathée

Österreichische TV-Produktion aus dem Jahre 1957 (!) mit Renate Holm und Rudolf Schock.
Interessanter- und dankenswerter Weise wurden trotz Fernsehbearbeitung keine schwerwiegende Eingriffe in das Original vorgenommen, die doch in jener Zeit so beliebt waren - von einigen aktualisierten Dialogstellen und angespassten Coupletversen einmal abgesehen. Natürlich musste als Schlussgesang dann doch noch der Walzer aus der Ouvertüre eingefügt werden. Trotz sehr schlechter Bild- und Tonqualität ein Genuss, vor allem in Hinblick auf die Interpretation durch Holm, Schock und auch Erich Kunz. Nur die Verwandlungsszene der Statue in eine Frau aus Fleisch und Blut hätte auch mit den damaligen technischen Möglichkeiten ausgereifter sein dürfen.

Ganymed auf griechisch mit Bouzuki, (Hamburger Staatoper, Opera Stabile)

Galathée auf russisch - Gesamtaufnahme, 1:31 Std.
Die Schöne Galathée in voller Länge (!), allerdings auf russisch. Die Inszenierung basiert auf der Originalversion, hat einige kleine Änderungen und es wurde etwas Ballet hinzugetan. Die Dialoge sind oft sehr lang, dafür fehlt Ganymeds Couplet "Wir Griechen". Die ansonsten originale Instrumentation wurde um einige Effekte (immer die gleichen) "angereichert", etwa im Stil der 50er Jahre. Erstaunlich, wie die arme Galathée-Darstellerin ca. 40 min unbeweglich auf ihrem Podest stehen muss!


Die große Unbekannte

Franz Fehringer mit dem Lied "Ich hab' ins Paradies geschaut".
Die große Unbekannte ist eine Neubearbeitung der Donna Juanita. Der tatsächliche Ursprung dieses Liedes ist aber noch unbekannt. Es wurde mit anderem Text auch in einer dreiaktigen Version der Schönen Galathée durch Paul Angerer verwendet.

Zehn Mädchen und kein Mann

Eine Aufführung der Karlsruher Opernschule aus dam Jahre 2003.
Leider nur mit Klavier- Flöten- und Violinenbegeitung. Zudem hat der Bearbeiter einige fremde Stücke hineingewerkelt, wie etwa das Barcarolenlied, den Big Spender, Rossinis La Danca und ein italienischen Volslied.

Ausschnitt einer Aufführung der Oklahoma Christian University 2011.
Diese Aufführung ist eine kleine Sensation, denn im Unterschied zum vorigen Link ist sie mit Orchesterbegleitung und es war eigentlich nicht zu erwarten, dass diese Operette in Gänze noch aufgeführt wird. Leider waren außer diesem Link auf die Webseite der Universität keine näheren Informationen zu erhalten, auch nicht darüber, ob es eine Gesamtaufnahme davon gibt.


Das Modell

Regina Werner singt "Er hieß nur Coco"
You Tube ist immer mal wieder für eine Überraschung gut. Von dieser Operette wurde seit "Menschengedenken" kein Titel mehr aufgenommen (Ausnahme: der Coletta Walzer auf der Marco Polo CD, mit welchem dieser Gesangstitel auch korrespondiert). In der ehemaligen DDR war dieser Titel offenbar noch nicht ganz vergessen. Diese Aufnahme ist ein Mitschnitt eines Konzerts mit dem Großen Rundfunkorchester Berlin (Dir.: Robert Hanell) im Palast der Republik zu Berlin aus dem Jahr 1984.

Des Matrosen Heimkehr

Gesamtaufnahme Teil 1
Gesamtaufnahme Teil 2
Bereits die Aufführung dieser Oper beim Sommer Festival in Split 2013 kann als kleine Sensation gewertet werden. Denn seit ihrer Uraufführung 1885 in Hamburg ist diese Oper nur selten aufgeführt worden. Jetzt ist zur Freude jeden Sammlers von Suppés Werken die gesamte Aufführung auf youtube zu sehen und zu hören.

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